Auch im Winter keine Langeweile in den Städten

Stadtwinter

publiziert: Dienstag, 3. Dez 2013 / 10:07 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 3. Dez 2013 / 10:28 Uhr
Doppelt im Dreierpack: Die Düstermänner von Depeche Mode spielen im Februar zwei Shows in Zürich.
Doppelt im Dreierpack: Die Düstermänner von Depeche Mode spielen im Februar zwei Shows in Zürich.

Winter in der Schweiz? Da spielt das innere Auge einen Film ab vor der Kulisse hölzerner Chalets und gezuckerter Berggipfel, mit «Kafi am Pistenrand» als Soundtrack und braungebrannten Sonnenbrillenträgern als Darsteller. Winter in der Schweiz, das hat jedoch eine Kehrseite. Zugegeben, sie dümpelt oft in der Hochnebelsuppe. Doch auch in den Unterland-Städten passiert in den kalten Monaten genug, um die kurzen Tage und langen Nächte auszufüllen.

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Auf dem Bankkonto klafft das Januarloch. Spärliche Ausflüge vor die Haustür werden geplant wie Nordpol-Expeditionen, weil draussen eine zu Wetter gewordene Langzeit-Depression aus Hochnebel, Biswinden und Schneeregen wartet. Da verkriecht sich der Stadtmensch noch so gern in den eigenen vier Wänden. Umso lieber, wenn er am Weihnachtsessen den Bürofrust der vergangenen zwölf Monate in etwas zu viel Weisswein ertränkt und zwischen Hauptgang und Dessert versehentlich die Angetraute des Vorgesetzten angebaggert hat...

Zudem - das, was bei frostigen Temperaturen unterhalb von 800 Metern vom Himmel fällt, verdient gewöhnlich höchstens für ein paar Stunden die Bezeichnung «Schnee». Vom Russ des Durchgangsverkehrs angeschwärzter Pflotsch, verhüllte Menschen auf vereisten Strassen, denen in der Kälte der Atem gefriert und die über Wochen dem Tag entgegensehnen, an dem die ersten Schneeglocken spriessen - so sieht ein Klischee-Winter in einer beliebigen Schweizer Flachlandmetropole aus. In der Regel.

Winter ist der Frühling der Kulturbetriebe

Jede Regel kennt aber Ausnahmen. Und die muten schon einmal surreal märchenhaft an. Etwa diese weissen Nächte, in denen selbst in Zürich der Verkehr total zusammenbricht, die Hektik unter einem halben Meter Neuschnee erstickt und die Stadt samt ihren Bewohnern in einer wohligen Totenstille tief durchatmet. Wenigstens so lange, bis der Spuk am nächsten Mittag dahingeschmolzen ist.

Und erst in den klirrend kalten Nächten laufen die kreativen Geister so wirklich heiss: Während sich in den Sommermonaten kaum ein Bein auf die Tanzflächen der Clubs verirrt, buhlen die Kulturinstitutionen während der gesamten Clubbing- Hochsaison und speziell zum High-Peak in der Silvesternacht um die Aufmerksamkeit des Partyvolks - und lassen sich dafür so einiges einfallen. In grösseren Hallen folgt ein Musical auf den nächsten Showact, Art On Ice folgt auf Apassionata. Auf den Parkplätzen rollen die Sattelschlepper der Superstars an für Konzerte in den überdachten Arenen, unter anderem entern Depeche Mode im Februar gleich an zwei Abenden das Zürcher Hallenstadion. Und die Indie-Kinos stellen ihr Programm nun mit besonderer Feinheit zusammen.

Urbane Rutschpartien

Auf Glatteis führen aber auch städtische Winterwege - Indoor wie Outdoor. Städtische Hausberge werden zu Schlittenbahnen umfunktioniert. Und der Berner Bundesplatz wird zwischen Heiligabend und Mitte Februar zur wohl demokratischsten Kunsteisbahn überhaupt. Eine rasante Rutschpartie für Schmalspur- Schumis findet derweil im Stadion Vernets von Genf statt: Karting sur Glace - Go-Kart-Rennen und Schleuderkurs in einem, auf glitschig-gefrorener Unterlage! Und der Karneval von Rio mag mal rein nach den Kostümen beurteilt freizügiger als die Basler Fasnacht. In Sachen Festlaune hinken sie den Brasilianern am Rheinknie jedoch keineswegs hinterher.

Klar, gegen den Postkartenwetter-Pistenplausch in Gstaad, Zermatt oder St. Moritz hätte selbst das kulturelle Angebot in New York einen schweren Stand. Doch Sie sehen, auch in den Städten ist «Winter» keineswegs bloss ein Synonym für Trübsal und Langeweile.

Völlig durchgeknallt

Nichts mit «same procedure as every year, James»! Damit die Feiertage auch hergeben, was sie versprechen (nämlich zünftiges Feiern), klotzen Clubs wie der in einem ehemaligen Gefängnis bei Luzern einquartierte Sedel oder das Winterthurer Alternativ-Juwel Kraftfeld das Dezember-Programm mit schrägen Advent-Events und exquisiten Live-Acts voll.

(asu/winterguide.ch)

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